Systemvoraussetzungen und Virtualisierungs-Richtlinien
GEFAHR

Bitte bei den Systemvoraussetzungen beachten, dass die Angaben zum Arbeitsspeicher nur für den jeweiligen Prozess gelten und nicht das Gesamtsystem betreffen.
Werden beispielsweise Busmaster, SQL-Server und visual energy Web auf einer Hardware installiert, so müssen die Angaben zum Arbeitsspeicher summiert werden.
Virtualisierungs-Richtlinie
Die Anwendung nutzt moderne Container- und Subsystem-Technologien, die auf einer hardwarenahen Virtualisierungsebene aufbauen. Daraus ergibt sich eine bindende Vorgabe für die Bereitstellung der Betriebssystemumgebung.
GEFAHR

Der Betrieb der Software innerhalb einer bereits virtualisierten Umgebung (sogenannte verschachtelte Virtualisierung oder Nested Virtualization, wie z. B. WSL2/Docker innerhalb einer Hyper-V-, VMware- oder Cloud-VM) wird explizit nicht unterstützt.
Die Installation darf ausschließlich auf einem nativen Host-Betriebssystem (Bare-Metal) oder auf einer primären virtuellen Maschine (Level-1-Infrastruktur) erfolgen.
Ein Betrieb unter Nested Virtualization führt zu unvorhersehbarem Systemverhalten, Datenverlusten und einer kritischen Degradierung der Systemstabilität. Supportanfragen zu Installationen in verschachtelten Umgebungen werden herstellerseitig grundlegend abgelehnt.
Die Einschränkung bezüglich verschachtelter Virtualisierung ist keine willkürliche Vorgabe, sondern basiert auf tiefgreifenden architektonischen Konflikten bei der Ressourcenverwaltung. In mehrfach verschachtelten Umgebungen treten unweigerlich folgende zwei Kernprobleme auf:
- Exponentieller Arbeitsspeicher-Overhead (RAM): Jede zusätzliche Virtualisierungsschicht führt eine eigene Isolations- und Verwaltungsebene mit dynamischen Speichermanagement ein. Subsysteme fordern im Betrieb dynamisch Arbeitsspeicher vom Host-System an. Bei einer mehrstufigen Verschachtelung versagen die automatischen Mechanismen zur Speicherrückgewinnung.
Die beteiligten Hypervisoren müssen verschachtelte Seitentabellen (Shadow Page Tables) im RAM pflegen. Dieser Verwaltungs-Overhead wächst mit jeder Ebene exponentiell und entzieht dem eigentlichen Anwendungsprozess die notwendige Kapazität. Die Folge sind unvorhersehbare "Out-of-Memory"-Abstürze der Anwendung. - Festplatten-I/O-Engpässe: Die Software führt hochfrequente, latenzkritische Lese- und Schreibzugriffe auf Datenstrukturen und interne Caches aus. In einer verschachtelten Umgebung entsteht hierbei ein massives Nadelöhr. Jede virtuelle Festplatte liegt in einer verschachtelten Umgebung wiederum als Datei innerhalb einer anderen virtuellen Festplattendatei.
Ein einzelner I/O-Befehl der Anwendung muss mehrere softwarebasierte Übersetzungsschichten durchlaufen, bevor er die physische Hardware erreicht. Die Datenträger-Antwortzeiten explodieren dadurch. Dies führt dazu, dass interne Timeouts der Software ausgelöst werden und das System blockiert.